Skip to main navigation Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

„Guten Rutsch“

Die vergessene Bedeutung eines alten Segens

 

Einen ersten Impuls für das NEUE Jahr möchten wir Euch gerne weiterleiten.

„Guten Rutsch“ – die vergessene Bedeutung eines alten Segens gefunden bei dem Autor Julian Zeiger:

Doch was bedeutet es genau, manchmal wünschen wir es unserem Gegenüber zum Jahresende ohne groß darüber nachzudenken.
Doch trägt dieser Gruß eine tiefe Bedeutung in sich, die heute kaum noch jemand kennt.

Dieser Satz hatte nichts mit Rutschen, Gleiten oder einem spektakulären Übergang zu tun.
Er war kein Ausdruck von Lärm, Feuerwerk oder äußerem Trubel. Sein Ursprung liegt viel tiefer – und viel stiller.

Der Ausdruck „Guten Rutsch“ geht sehr wahrscheinlich auf das jiddische bzw. hebräische Wort „Rosch“ (רֹאשׁ) zurück.
Dieses Wort bedeutet „Kopf“, „Anfang“, „Ursprung“.
Es ist dasselbe Wort, das im Begriff Rosch ha-Schana verwendet wird – dem jüdischen Neujahrsfest.
Wörtlich heißt das: „Haupt des Jahres“ oder „Anfang des Jahres“.

Wenn also Menschen früher einander einen „guten Rosch“ wünschten, dann meinten sie nicht ein fröhliches Hinüberrutschen in ein neues Kalenderblatt, sondern etwas sehr Ernstes, sehr Würdevolles:

Einen guten Anfang.

Einen gesegneten Start.

Einen klaren Kopf für das Kommende.

Der „Kopf“ steht im biblischen Denken immer für Leitung, Richtung und Verantwortung. So wie der Kopf den Körper führt, so sollte der Anfang das ganze Jahr prägen. Ein guter Anfang bedeutete: unter Gottes Ordnung zu stehen, ausgerichtet zu sein, innerlich gesammelt.

Erst viel später, als der hebräische Ursprung in Vergessenheit geriet, wurde aus dem „Rosch“ ein „Rutsch“. Das Wort blieb – der Sinn ging verloren. Und mit ihm die Tiefe.

Heute feiern wir den Jahreswechsel oft laut, schnell, überladen.
Unser Leben jeodch ist oft ganz anders. Es beginnt leise. Ohne Feuerwerk. Ohne große Zeichen. Man schläft ein – man wacht auf. Man lebt weiter. Und genau darin liegt etwas Heiliges.

Vielleicht ist das der eigentliche Sinn dieses alten Segens: Nicht der Lärm des Übergangs zählt, sondern die Haltung des Herzens.

Nicht das Spektakel und der Lärm, sondern die Ausrichtung, die Treue im Kleinen.

Ein neues Jahr beginnt nicht mit einem Knall, sondern mit einem Atemzug. Mit einem Gedanken un dem weitergehen in etwas Neues.

Und vielleicht ist das die tiefste Wahrheit dieses alten Grußes:

Ein guter Anfang ist kein Ereignis – er ist eine Entscheidung.

Eine Entscheidung, Gott zu vertrauen. Eine Entscheidung, weiterzugehen. Eine Entscheidung, sich führen zu lassen – Schritt für Schritt.

So passt auch die Jahreslosung 2026 hierzu sehr gut “Gott spricht: Siehe ich mache alles neu!” (Off. 21,5)

In diesem Sinne wünschen wir vom Team Klosterhof Clarenthal einen „guten Rutsch“ in eineneues gesegnetes Jahr 2026! 👑

Zurück

Freunde, Partner und Förderer